Montag, 14. Mai 2012

Chapter 05


Chapter 05
Absage


Wie sich herausstellte, war Edward nicht nur in meinem Lateinkurs, sondern auch – bedauernswerterweise- in meinem Chemiekurs. Obwohl wir in Latein in einer Gruppe waren, hatten wir kein Wort miteinander gewechselt und das war auch gut so, denn er war unheimlich und so gar nicht mein Typ.

Was mein Typ war? Keine Ahnung, auf jeden Fall nicht ER.

Also, ich saß an meinem Platz im Chemieraum und wartete auf Mister Lourne, der wie immer spät kam. Deswegen hatte ich meinen Collegeblock gezückt und fing an, Sterne auf den Einband zu kritzeln. Sterne und Bögen und Ranken und all so was.

Mike saß einige Reihen hinter mir, zu meinem Glück, ließ er mich deshalb in Ruhe. Alle redeten lautstark mit ihren Tischnachbarn, wobei das Topthema natürlich immer noch dasselbe war. Plötzlich wurde es still und er betrat den Raum. Ich schaute mich um und konnte das Sabbern förmlich riechen, alle gafften ihn an. Das war total albern.

Ich würde nicht zu so etwas mutieren und deshalb beschäftigte ich mich weiter mit meinem Block, bis ich das Quietschen des Stuhls neben mir hörte. 

Fuck, nee… Ich besann mich und zeichnete weiter. Aus den Augenwinkeln sah ich, dass er neben mir saß. Mh… er roch wirklich gut, aber ich konnte ihn trotzdem nicht ausstehen und verstand die Schwärmereien der anderen nicht im Geringsten. So toll war er dann auch nicht. 

Und wir redeten auch hier kein einziges Wort, nicht zuletzt, weil ich mich nicht traute. Ich hatte keine Angst, aber er war eh total desinteressiert und ich wollte nicht wie der letzte Loser dastehen. Oder wie Jess, die mich in diesem Augenblick hasserfüllt anblickte und mitten im Gang stehen blieb, nur um mich mit ihren Blicken zu erdolchen. Ach, fick dich, du hohle Nuss!

Es war aber schon witzig, wie erbärmlich sie da stand, nur, weil er nicht an ihrer Seite klebte. Wie bestellt und nicht abgeholt. Haha. 

Trotzdem nutzte sie ihre Chance und lehnte sich an unseren Tisch und starrte ihn an >>Hey, Edward. Wir machen gerade Atome und so was in Chemie und ich komme total gut mit, wenn du willst, kannst du dich neben mich setzen und ich kann dir helfen… mit dem Stoff<< 

Auffälliger ging’s nicht.

>>Chemie liegt mir gut, ich glaub, ich komme schon klar<< sagte er kalt. Aber ich bezweifelte, dass er das absichtlich tat, denn er klang immer so.

Jessica sah total gebafft aus und verzog sich in die hinteren Reihen. 

Unser französischstämmige Chemie-Lehrer begrüßte Edward und fragte ihn, ob er sich vorstellen möge, dieser verneinte und es entstand eine peinliche Stille.

Jap, Edward Cullen war mysteriös. Mysteriöser als mysteriös, was ihn gleichzeitig total sexy und interessant machte. Aber er war mir und dem Rest der Schule ein Rätsel, dass man einfach nicht lösen konnte und in meinem Fall: Ein Rätsel, dass mir zu schwer war, dass ich es gar nicht erst versuchen wollte.

Mister Lourne erklärte gerade etwas über Atome in der Organik und forderte uns auf, Moleküle aus dem Kohlenstoff zu basteln, wofür er uns die Baukästen gab, die schon ziemlich runtergekommen aussahen. An jeden Tisch ein Kasten, was heißt… dass er wohl oder übel mit mir reden müsste. Wenn nicht, dann nicht. Ist mir doch egal.

CH4

Ich baute das Molekül zusammen und stellte es zwischen ihn und mich. Edward schaute es sich einige Sekunden an und nach einem kurzen Blick an die Tafel, griff er nach den Figürchen und bastelte das nächste Molekül zusammen.

Es war richtig, stellte ich fest, als es neben meinem stand. Trotzdem war die Stimmung zwischen uns, einem Friedhof ähnlich und das deprimierte mich ungemein. >>Kann ich mal…<< deutete ich auf sein etwas komplexeres Molekülgestell.

>>Klar<< sagte er schlicht und schob es mir rüber. Nett. Ich schaute es mir langsam an und stellte es wieder zurück.

Danach redeten wir nicht mehr miteinander. Ungeduldig saß ich auf meinem Platz.

Als Mister Lourne uns eine kurze Pause erlaubte, hüpfte Mike förmlich auf unseren Tisch. Kurz musterte er Edward und lächelte mich dann an. >>Hey, Bella. Ich wollte dich was fragen<<

>>Hm?<<

>>Hast du Lust… zum Frühjahrsball zu gehen…<< er lachte nervös >>mit mir<<

Neben mir regte sich nichts.

>>Ähm…<< ähmte ich dämlich. Tanzen war ganz und gar nicht meins und ich hatte nicht wirklich Lust mit Mike zu tanzen. Ich würde die ganze Zeit im falschen Takt falsche Schritte machen und mich zum Deppen machen. >>…geht nicht<< SUPER ANTWORT, SWAN!

>>Warum, bist du schon verabredet…<< er schaute kurz zu Edward.

>>Nein, ich… ich kann nicht<< log ich grottenschlecht.

>>Wirklich, das ist schade. Ich wollte dich heute Morgen fragen, aber die Gelegenheit hatte sich nicht geboten<<

>>Ja, also, ich kann nicht, tut mir leid<< ich kratzte mich am Hinterkopf >>Vielleicht… solltest du Je-<< ach ja, sie stand neuerdings auf Edward >>Nichts, nichts. Du solltest jemand anderen fragen. Sorry<<

Mike sah total niedergeschlagen aus, dass ich schon sagen wollte, ich könnte doch, aber ich blieb vernünftig. Was wollte ich auf einem dämlichen Ball?



Nach der Chemiestunde ging ich erleichtert aus dem Raum und beeilte mich, um Mike nicht zu begegnen. 

Als ich an meinem Spind ankam, spürte ich, dass mir jemand simste. Ich griff nach meinem Handy. Alice.

Hat Mike dich echt nach dem Ball gefragt?

Woher wusste sie das so schnell?

Ja, woher…?

Er redet die ganze Zeit vom Ball und so. Er ist echt depri und ich kann gut schlussfolgern.

Der Arme, das wollte ich nicht.

Warum hast du nicht zugesagt, jetzt musst du alleine kommen.

Soll ich das jetzt falsch verstehen? Ich komme nicht.

WTF?

Kann nicht tanzen, das weißt du.

>>Warum kannst du nicht<< hörte ich eine tiefe Stimme hinter mir und erschrak so sehr, dass ich mein Handy fallen ließ. Mein Herz hämmerte laut und stark.

Als ich aufschaute sah ich, dass es Edward Cullen war, der übrigens mein Handy aufhob und es mir reichte. Dabei berührte ich leicht seine Hand, die rau und weich gleichzeitig war. Rau auf eine weiche Art, eben.

>>Mh…was?<< fragte ich verwirrt.

>>Warum du nicht zum Ball kannst<< meinte er und mir fiel auf, dass er mich zum ersten Mal wirklich ansprach, wie gütig von ihm. Das erste Gespräch mit dem Spind galt nicht.

Ich schüttelte den Kopf >>Es ist… kompliziert<<

>>Würdest du mit mir zum Ball gehen?<< fragte er dann und es riss mich vom Hocker. Ich kannte diesen Typen kaum, noch hatten wir je ein richtiges Gespräch geführt.

Ich presste meine Lippen aufeinander >> Ich…nein, tut mir leid<<

>>Ich gebe nicht schnell auf<< meinte er und näherte sich mir, was mein Herz zum Pochen brachte.

Was bildete er sich eigentlich ein? Dass jede ihn anbettelte, mit ihm auszugehen?

>>Dann tut es mir leid, dich enttäuschen zu müssen<< ich machte meinen Spind zu und machte kehrt. Ich hatte das Bedürfnis mit Alice zu sprechen.

Chapter 04


Chapter 04
Latein-Lern-Gruppe

Tatsächlich. 

Als ich mich nach der Pause an meinen Sitzplatz neben Sandy Miller setzte und mich auf die langweiligste und toteste- gibt es dieses Wort überhaupt?- Sprache bei dem langweiligsten Lehrer vorbereitete, betrat Edward Cullen mit all seiner Gelassenheit den Raum und blieb vorne einige Sekunden stehen- während er kein einziges Mal zu mir schaute, was mir natürlich egal war- und ging durch den Gang in die Reihe hinter mir. Der Blick von Sandy Miller sagte mir, dass er genau hinter mir saß, wobei ich mich nicht umdrehen würde. Er sollte sich nicht einbilden, dass sich jeder nach ihm umsähe. Pff…

Überall wurde getuschelt unzwar über IHN und das nicht gerade leise, sodass ich mir sicher war, dass er das eine oder andere Gespräch hörte, falls es ihn interessierte. 

Dann kam Mister Brocks- die Sterbenslangweile in Person- und das Tuscheln verstummte.

Unser großartiger Lehrer musste auf „spickmich.de“ mitbekommen haben, wie schlecht man ihn auf Grund seines nicht vorhandenen Talents, Leute mit seinem Geschwafel zu bannen, bewertet hatte. Ich glaube es war ein E… Zumindest hatte ich ihn mit einem E benotet. Sehr viel gütiger in der Notengebung mir gegenüber war er ja auch nicht, also…

Naja, er musste es gecheckt haben und hatte beschlossen, uns Gruppenarbeit aufzutischen. 

Also verteilte er uns ein Kartenspiel, indem alle Piks, Herze, Kreuze und Karos zusammenkamen.

Ich hatte die Pikdame. Die Königin auf meiner Karte hatte schwarzes Haar und blasse Haut, rote Lippen und eine Art Mal oder Warze auf der Wange. Warte, seit wann hat die Pikdame eine Warze?! Scheiße, woher hat dieser Typ sein Quartett? 

Sandy hatte den Karobuben und Jessica Stanley- meine ach so liebe Freundin, die rechts hinter mir saß- hatte zu meinem Glück die Pik-acht. Ja, welch Freude.

Aber es kam noch schlimmer: Jessica quietschte rum, weil Edward Cullen den Pik-König hatte. Brady war mit der Piksieben in meiner Gruppe, Vicci, Jared, Rob und Jil waren auch in unserem Pik-Team. Wir setzten uns zusammen und bekamen einen Arbeitsauftrag für drei Wochen. 

Ich saß neben Vicci und Jil, mit denen ich mich recht gut verstand. Vicci kannte ich schon aus der Grundschule, wir waren nie richtige Freunde, aber sie kannte mich durch all meine schrägen Selbstfindungsphasen von meiner Pinky-Phase bis zu meiner Mir-ist-alles-egal-Phase. Und Jil war in der siebten in meinem Tanzkurs meine Partnerin. Rob war einer dieser Footballspieler, für die Alice so schwärmte, was ich nicht wirklich nachvollziehen konnte. Jared war einfach irgendein Typ, mit dem ich noch nie geredet hatte. Jessica war Jessica. Brady war der typische Milchbubi, der immer nett und höflich war, aber einem nie ins Auge fiel. Und dann war da, wie erwähnt Edward Cullen.

>>Okay<< Vicci übernahm die Teamführung >>Wir müssen den Text hier übersetzen, einen Grammatikteil machen und dann Satzstruktur. Wem was eher liegt, soll auch die Aufgaben übernehmen<<

>>Also, ich denke ich kann die Satzstruktur eher<< meldete sich Brady zu Wort.

>>Gut, da machen wir mit<< bestimmten Jil und Vicci.

>>Was machst du, Edward?<< fragte Jessica ihn aufdringlich und ich verspürte bei ihrem schmachtenden Blick starken Brechreiz. Edward schaute –wieder einmal- gelangweilt auf und zuckte mit den Schultern >>Ist mir egal<<

Rob wand sich an mich >>Machen wir die Grammatik?<<

>>Du meinst, ob ich sie für dich mache und du dir durch deinen Status ein Privileg erträumst?<< fragte ich ironisch. Scheiße, das sollte ich lassen, sonst würde ich mir noch weitaus mehr Feinde machen, als ich schon hatte.

Rob, der gebafft aussah, runzelte die Stirn.

>>Ja… ich mache dann mal die Satzstruktur<< sagte er vorsichtig.

>>Edward und ich können die Grammatik machen<< meinte Jessica lächelnd und schaute zu Edward, der sich die Blätter geistesabwesend anschaute.

>>Gut, dann übersetzen Bella und ich den Text<< Jared lächelte mich an und ich nickte nur.

Jessica reckte das Kinn und grinste mich spöttisch an. >>Bist du gut in dem Grammatikzeug, Edward?<<

>>Klar<< ein dahingefaseltes Wort.


Der Text, den Jared und ich behandelten drehte sich um Caeser. Um ihn und die römischen Provinzen, seine Beziehung zu Cleopatra und auch um seine Rolle als Feldherr und Konsul. Seine Pläne, ganz Gallien zu erobern.

>>Was habt schon vom Text übersetzt?<< fragte mich Jil.

>>Mh… also ‚Gallien ist in seiner Gesamtheit in drei Teile geteilt: die Aquitaner, Belger und Celten, die in der Sprache der Römer Gallier heißen. Die Belger sind die primitiven und starken, sowas wie römische Höhlenmenschen. Die Römer sind dagegen die arroganten, die mit den Kaufleuten oft in Kontakt stehen. Ja… mehr haben wir noch nicht, aber der Text ist etwas ausformulierter, als die Zusammenfassung und wesentlich langweiliger<< erzählte ich von der Übersetzung erschöpft.

>>Die Satzstruktur lief ganz okay, aber wir sind nicht ganz fertig<< meinte Brady. >>Und wie lief die Grammatik?<<

>>Geht…<< murmelte Jessica >>Habt ihr eigentlich gesehen, was Mr.Brocks für Boxershorts trägt? Die guckt aus der Hose raus.<<

>>Jess, mehr Grammatik, weniger den Lehrern auf… Ugh, zurück zum Thema. Was habt ihr?<< Vicci war total zielstrebig und nicht von der Arbeit zu bringen.

>>Joa, ich weiß nicht genau, was mit diesem Dings gemeint ist<< stammelte Jess.

>>Warum hast du dann die Grammatik ausgesucht?<< motzte Jil, die Jess aus verständlichen Gründen nicht ausstehen konnte.

>>Ach…du ka-<< doch Jess wurde unterbrochen.

>>-Wir haben alle Prädikate, Partizipkonstruktionen bestimmt und übersetzt, außerdem alle Pronomen und Subjunktionen…die Grammatiktabelle ist auch fertig<< Edward redete kaum ein Wort, aber das war das längste, was ich je aus seinem Mund gehört hatte und… es war atemberaubend dafür, dass er so desinteressiert an Schule war.

>>Das ist eine gute Nachricht, immerhin macht das 70% der Endnote aus und ich habe keinen Bock die Stufe zu wiederholen<< Vicci war total begeistert von Edward, dass konnte jeder raushören.


Dann klingelte es und ich packte meine Tasche und spürte dabei einen Blick auf mir, schaute aber nicht auf. Ohne mich umzusehen, ging ich dann aus dem Raum und merkte, dass mein Gesicht unter den Blicken geglüht hatte, wer auch immer mein Beobachter war.

Ich wollte Richtung Spind, als Jessica mich aufhielt, mich angrinste und mir nur ein Wort sagte >>Meiner<<

Aber ich wusste genau, was sie meinte und war überrascht, warum sie MIR das sagte. Es war mir egal, ob er ihr gehörte oder sonst wem.

Chapter 03


Chapter 03

Blickduell

Nach einem Besuch auf dem Mädchen-Klo ging ich Richtung Spinde und ging auf meinen zu, an dem Alice lehnte. 


>>Alyyooo<< sagte ich grinsend und zog das ‚o‘ dabei in die Länge und schlug ihr dabei sanft auf die Schulter und öffnete meinen Spind. 


>>Mein neuer Spind ist scheiße<< sagte sie betrübt und zeigte auf ihren neuen Spind unter meinem.


>>Das hast du dir selber zuzuschreiben. Was tauschst du auch Spinde mit Mr.‘Ich-bin-super-heiß‘<< ich holte einen Apfel aus meinem Spind und grinste ihr zu.


>>Achtung, Mister Ich-bin-super-heiß auf zwölf Uhr<< grinste sie und tat unbeschwert. Ich spielte mit und wenige Sekunden später hörte ich seine Schritte hinter mir und grinste, als ich merkte, dass Alice mit ihrem Lässigsein ein wenig übertrieb.


Er öffnete seinen neuen Spind- und Alices Ex-Spind- und kramte ein Buch heraus, das ich als Latein-Wörterbuch erkannte. Ach nööö! Nicht in MEINEM Latein-Kurs.


Na supii, dachte ich ironisch und widmete mich Alices kleinem Theater.


Als er dann- ohne mich eines Blickes zu würdigen- davon gegangen, nein, davon STOLZIERT war, atmete Alice laut aus. >>Er ist so sexy<< stöhnte sie.


>>Das ist nur eine Phase<< tat ich es ab >>Er ist neu und dass alle auf ihn stehen, ist normal. Jeder stürzt sich auf den Neuling<<


Wie es aber schien, hörte sie mir nicht zu >>Bestimmt ist er gut im Bett<<


>>Was zum… ?!<< verständnislos und gleichzeitig angewidert musterte ich sie und biss in meinen Apfel.


>>Komm schon, er ist total muskulös und durchtrainiert, hat einen echt scharfen Kussmund und hast du seine Hände gesehen?<< schwärmte sie.


>>Du bist verloren, Ally<< grinste ich und wir machten uns vom Acker.




In der Cafeteria gingen wir auf die lange Schlange an der Essensausgabe zu, um uns was zu bestellen. Alice redete ununterbrochen davon, wie sehr sie sich aufs Shoppen freute. Das war total ihr Ding, und obwohl ich es langweilig fand, wollte ich ihr den Spaß gönnen, vor allem jetzt, da sie ihre Edward-Phase hatte und so Typen wie er, würden niemals so einzigartige, wundervolle Mädchen wie Alice bemerken, sondern hohle, oberflächliche Tussen wie Tanja. Oder war das irgendwo anders, nicht so? Mal ehrlich, gibt es bei irgendjemandem von euch in der Schule einen coolen Typen, der nicht mit einer der beliebtesten Gang ausgeht? Da seht ihr’s! Und diese merkwürdigen Teenie-Filme hatten eh alle einen an der Klatsche. (Sorry, Filmindustrie)


Die Essensausgaben-Dame war eine andere. Es war ein gewaltiges Mannsweib, dass sich nicht mal die Mühe machte, dass Essen aus den Fertigprodukten auf einen Teller zu tun, damit wir wenigstens DACHTEN, da drinnen wäre irgendwas Gesundes drinnen. Mir verging der Appetit gewaltig und ich entschied mir daher nur ein überteuertes Getränk zu kaufen, während Alice sich ihren Salat holte. 




Zusammen setzten wir uns zu Angela und Eric und Mike und Jessica. Angela und Eric, dass Pärchen; Mike, mein Anhängsel und Jessica, die mich über alles hasste und nur so tat, als wären wir Freunde. Sie war in Mike, aber er wollte mehr von mir, als von ihr und deshalb würde sie mich wenn es drauf ankam ganz locker gegen einen Kulli eintauschen. Aber abgesehen von ihr mochte ich die anderen drei und Ally. Obwohl Mike an mir klebte wie eine Klette und ich ihn nur loswurde, indem ich schneller verschwand, als, dass er mich begleiten oder mich nach einem Date fragen konnte.
Klingt ein wenig überheblich, aber ich kann ehrlich sagen, dass dem nicht so ist. Mike ist genausgenommen der einzige, der etwas von mir will oder je wollte, denn meine vorherigen Freunde umschließen nur einen Typen aus der Grundschule, der mir sagte, er liebte mich, ohne zu wissen, was das war. Immerhin waren wir in der ersten Klasse, also bitte.


>>Bella, ich habe eine Blitzidee!<< grinste Alice >>Anstatt des Shoppings machen wir einen Filme-Abend, ok?<< 


>>Klar<< zuckte ich verwirrt mit den Schultern. Was war in meine beste Freundin as. Shopaholic gefahren?


>>Schaut euch mal den Neuen an!<< sagte Mike verachtend und deutete mit dem Kinn in eine Richtung, in der wir Übrigen nun schauten. 


Mister Sexy saß am Tisch der superbeliebten und starrte vor sich hin, während Tanja auf ihn einredete. Er schien geistesabwesend.


>>Man braucht nur das passende Aussehen<< schüttelte Eric den Kopf. 


>>Also ich finde ihn scharf<< Jessica schaute durch ihren neuen Seitenscheitel zu ihm rüber und spitzte die Lippen. 


>>So gut sieht er dann auch nicht aus<< Mike war ja richtig in seinem Element, Edward fertig zu machen, aber ich war mir sicher, dass er viel zu viel Schiss hätte, es ihm ins Gesicht zu sagen. Von dieser Sorte Menschen gab es eine Menge.


>>Er  sieht okay aus, aber neben dir ist er ein totaler Loser<< kicherte Angela Eric verlogen an. Gestern noch war er ihr Traummann und heute ein ‚Loser‘. Ja…


>>Also Leute, ich finde ihn auch richtig heiß, aber geredet habe ich mit ihm kaum<< meinte Alice >>Er ist aber mein Sitznachbar in Spanisch<< sie strahlte stolz.


Ich schaute wieder zu Edward rüber, während ich an der Kappe meiner Limonade spielte. Ich neigte den Kopf und musterte ihn von der Entfernung. 


Wie jedermann weiß, und es ist vielleicht unnötig, es nochmals zu erwähnen, sah er gut aus. Er hatte einen blassen Teint, dafür aber strahlend grüne Augen, die gelangweilt auf seinen Teller starrten. Er sah fast immer gelangweilt aus, bemerkte ich, genauergesagt zu Tode gelangweilt. Und Lachen hatte ich ihn auch nicht gesehen, obwohl er auch erst seit wenigen Tagen hier war.


Er trug eine schwarze Lederjacke und darunter ein blaues Shirt und das stand ihm wirklich gut. Auf einmal schaute er hoch und sah mir direkt in die Augen, dass ich mir beinahe nackt vorkam. Wieder lächelte er nicht. Er schaute ernst, vielleicht ein klitzekleines bisschen interessiert. Mein Instinkt sagte mir, ich solle wegschauen, doch ich tat es nicht. Standfest starrte ich zurück, bis…


>>Bella, was meinst du dazu?<< fragte Mike und riss mich aus unserem Blickduell.


>>Was?<< verwirrt schaute ich zu ihm.


>>Na zu dem Neuen<< er schaute wieder zu Edward und ich fragte mich, ob dieser noch zu mir rüber sah. Mutig schaute ich wieder zu ihm, bemerkte aber, dass sein Blick einem der Footballspieler galt, die auch an dem Tisch der High Society saßen. Natürlich. Am Tisch saßen nur Footballspieler, Cheerleader und Edward.


>>Keine Ahnung<< zuckte ich wortkarg mit den Schultern und nippte an meiner Limo, die inzwischen lauwarm war.

Montag, 7. Mai 2012

Chapter 02



Chapter 02

Tiefsten Ängste


Es klingelte endlich und ich sprang erleichtert und fast zu Tode gelangweilt auf und raffte mein Zeug zusammen. Endlich frei, stellte ich laut seufzend fest und ging aus dem Raum und steuerte meinen metallicblauen Mini an, schmiss meine Tasche auf den Beifahrersitz und glitt selbst auf den Fahrersitz, schnallte mich an und fuhr zwischen den Autos und Schülern über den Parkplatz, während ich laut Musik hörte und versuchte Usher nachzusingen- vergeblich. 

Krächzend parkte ich den Wagen in die Garage und betrat unser bescheidenes Haus, das zu dieser Uhrzeit leer war. Mein Vater war auf der Arbeit und meine Mom in Takoma. Meine Eltern hatten sich geschieden und meine Mutter war oft auf Geschäftsreisen und fuhr von einer in die andere Stadt. Außerdem gefiel es mir hier in Chicago. 

Zuhause angekommen, lief ich in mein Zimmer, öffnete die Fenster und ließ die Sonne ins Innere des Zimmers strömen. Ich liebte den Sommer einfach…

In dem lila Top und den Jeans, die mir bis zu den Knien gingen und den Flipflops, die so schön gemütlich waren kochte ich Spagetti und machte gleichzeitig Hausaufgaben. 

Nachdem ich mich also durch Philosophie und Sozialwissenschaften durchgekämpft hatte, widmete ich mich einem langen Gespräch mit meiner verräterischen besten Freundin.

>>Alice<< stöhnte ich genervt in den Hörer >>Du klangst so, als würdest du reden wollen<< sprach ich sie auf ihre SMS an.

>>Ja, Bella. Er heißt Edward Cullen und ist so irre sexy. Er saß in Spanisch neben mir und er konnte fließend Spanisch- das war so-<<

>>Sexy, hab’s mitbekommen<< 

>>Und dann hat Andrew in Spanisch Tanja gefragt, ob sie mit ihm zum Frühlingsball gehen will und sie nur so ‚Mh… vielleicht‘ und hat total Edward angegafft. Sie wartet darauf, dass er sie fragt, dabei ist er erst ein paar Tage auf unserer Schule. So eine Schnepfe<< fluchte sie.

>>Willst du, dass er mit dir geht?<< grinste ich in den Hörer.

>>Hallo!?<< sagte sie ungläubig >>Natürlich will ich das<< Dabei schnaubte sie, als wäre ich die Verrückte.

>>Komm schon, der denkt bestimmt nur an Tanja und ihre Mega-Titten<< sagte ich und schlurfte dabei Spagettis.

>>Nicht jeder Junge denkt immer an Sex<<

>>Habe ich nicht gesagt: Wenn sie mal denken SOLLTEN, dann nur an Sex<< berichtigte ich sie grinsend.

>>Haha, der war gut<< lachte Alice am anderen Ende der Leitung und zog dabei ihre Rotze hoch, wie sie es immer machte, wenn sie lachte.

>>Naja, auf jeden Fall muss ich noch für eine Philosophie-Prüfung lernen. Mister Ich-hasse-Schüler macht eine mündliche Abfrage und ich wette, dass ich abgefragt werde…wie immer<<

Jaja, unser lieber Mister Monroe hatte mich auf dem Kicker.

>>Bella, hast du morgen Zeit mit mir Shoppen zu gehen?<<

>>Klar<<



***


Den restlichen Tag verbrachte ich mit Philosophie büffeln und meine Romane zu lesen.
***

Der folgende Tag war ein Donnerstag und das hieß unter anderem Latein und Chemie- meine beiden verhassten Fächer- sowie Kunst und Geografie- zwei meiner Lieblingsfächer.

Es passierte vor der ersten Stunde:

Zu meinem Glück war ich früher in der Schule und setzte mich an meinen üblichen Platz im Kunstraum, als zwei weitere Leute den Raum betraten:

Huren-Tanja und ER- Edward Cullen himself. 

Ja, so viel zu meinem Glück. Also, wir waren also zu dritt in dem Kunstraum, als Tanja Denali auf mich zu ging- mit einem Zettel in der Hand.

>>Was soll das, Swan?<< sagte sie mit ihrer hohen Quietschstimme und klatschte den Zettel auf meinen Tisch, während sie ihn laut vorlas. >>“… Mit ihren spastischen Bewegungen nennen sie sich Cheerleader…“<<

>>Hm… ich glaube, mit den Worten habe ich dich beschrieben<< lächelte ich sie herausfordernd an.

>>Du kleine miese-<<

>>Ratte, wir haben’s gerafft, Tanja<< ich verdrehte die Augen und knüddelte den Zettel zusammen und warf ihn in den Mülleimer, der mitten im Weg stand.

>>Das wirst du bitter bereuen, Swan<< drohte sie mir und ihr Gesicht sah dabei von Wut verzerrt aus, was ihr übrigens überhaupt nicht stand. 

>>Großartig, kannst du dann bitte aus dem Weg gehen, ich hätte gerne eine schönere Aussicht<< sagte ich taff und hob dabei das Kinn leicht hoch. Yeah, Gangsta-Masche.

Wütend blitzte sie mich an, machte kehrt und stolzierte Richtung Edward, der starr geradeaus blickte. 

>>Hey, Süßer<< sagte Tanja schleimig, warf ihr Haar zurück und fuhr ihm beim Vorbeigehen mit dem Finger über die Brust. Typisch Tanja (Haha TT)

Augenverdrehend holte ich ein neues Blatt aus meiner Mappe, die ich aus der Sammlung holte und bereitete meinen Platz vor, während der Raum sich immer weiter füllte. 

Mike Newton, mein Tischnachbar im Kunstraum begrüßte mich auffällig fröhlich, sodass ich mich fragte, was denn mit dem los war. 

Auf jeden Fall verlief die Stunde sonst sehr gut. 

Unser neues Thema war ‚Tiefste Ängste‘ und ich musste nicht lange überlegen, bis ich schon ein Bild vor Augen hatte.

Ich griff nach meinem Bleistift und zeichnete grob, wie ich das Bild gestalten würde.

Meine Ängste setzten sich zusammen aus Horror-Filmen, die konnte ich nämlich überhaupt nicht ab. Seit ich mir vor einigen Jahren einen Horror-Film angeschaut hatte, traute ich mich kaum, mir weitere anzuschauen. Der Kern dieser Angst war Freddy Krüger und seine Scherenhände in ‚A nightmare on the Elm Street‘. Apropos Scherenhände, der Film mit Johnny Depp hieß doch ‚Edward mit den Scherenhänden‘. Urkomisch, haha.

Diese Angst würde ich ihn Form eines Fernsehers, aus dem Freddy rausschaute und einem Monster oder so etwas Ähnliches darstellen. 

Dann würde ich als Zeichen für meine Angst vor Hunden- Ja, ich hatte ernsthaft Angst vor Hunden. Natürlich nur vor so welchen großen, nicht vor diesen kleinen Yorkshireterriern. Obwohl die gruseligsten diese kleinen abrasierten Viecher waren- einen Hund mit scharfen Zähnen und Krallen zeichnen, der kurz davor war, jemanden zu zerfetzen.

Aber das waren nicht meine einzigen Ängste (leider nicht), denn ich hatte immer noch mächtig Schiss vor Spritzen, Piercings und solche scharfen Dinge, die man sich in die Haut rammt. Und da ich letztens (keine Ahnung, warum ich das tat) ‚The Roommate‘ geschaut habe, habe ich neuerdings auch Angst vor Teppichmessern.

The ‚Roommate‘ war ekelhaft und gleichzeitig total cool, aber - jetzt nicht lachen- an einigen Stellen hatte ich so Angst, dass ich einfach auf den Boden geguckt habe. Leider war ich alleine im Kino (ich gehe alleine ins Kino, ja!) und konnte mich an keinen gutaussehenden Typen kuscheln oder nach Alices Arm greifen oder so. Ja, erbärmlich.

Also wollte ich noch Spritzen, Piercings und Messer, die in Gliedmaßen gerammt werden, zeichnen. 

Zuletzt noch eine Lache voll Blut, denn ich war nicht im Begriff Blut zu sehen, was auch der Grund dafür war, dass mir nie Blut abgenommen wurde.


Nachdem auch der Kunstunterricht vorüber war, stolperte ich beinahe über Tanjas High Heels, diese Schnepfe und bemerkte dabei Edward mit den Scherenhänden, der mich so düster angaffte, dass mir plötzlich kalt wurde und dann ging ich schnell aus dem Raum, um dieses merkwürdige Gefühl loszuwerden, was nur teilweise half, denn die Gänsehaut blieb noch einige Sekunden, aber die Erinnerung blieb länger.

Chapter 01




Chapter 01
New Guy




>>Okay, Bella, nehmen wir an, Andrew fragt dich, ob du mit ihm zu dem Frühlingsball gehst- Da würdest du doch ‚ja‘ sagen<< Alice schaute sich im Spiegel an, der in ihrem Spind klebte und zupfte an ihrer stacheligen Frisur rum.


>>Erstens: Andrew ist zu arrogant, mit jemand anderem auszugehen als mit Tanja. Zweitens, Tanja würde mich erschlagen. Drittens: Andrew ist total hohl und oberflächlich<< sagte ich kaugummikauend und steckte mein Philosophie-Buch in meinen Spind. 


>>Das heißt…<< fragte Alice langsam, die mir immer vorwarf, dass ich nie zum Punkt kam und immer um den heißen Brei redete >>Du redest wieder…<<


>>Um den heißen Brei, ja, ja, ich weiß. Und nein, mit dem würde ich nicht ausgehen<< sagte ich arrogant und malte auf Leonardo Di Caprios Bild, der in meinem Spind klebte, einen Schnurrbart und eine Monobraue. Er war meine große Starliebe, aber jetzt fand ich ihn einfach nur ätzend und würde das Bild bei der erstbesten Gelegenheit wegschmeißen. Ich legte den Edding zur Seite und präsentierte Alice den neuen Leonardo. Sie lachte los und hob ihren lackierten Daumen in die Höhe und schlug dann ihren Spind zu und kam auf mich zu, weil sich mein Spind zwei Spinde neben ihrem befand. >>Ich würde hingehen<< grinste sie, woraufhin ich sie anlächelte. 


>>Mein Spind ist unter deinem<< hörte ich plötzlich eine männliche Stimme hinter mir und ich schreckte auf und drehte mich zum Verursacher dieser sexy Stimme. Vor mir stand ein richtig gutaussehender Brünetter… oder waren seine Haare rotfarben? Irgendwas dazwischen eben… bronze! Seine Augen, die von dichten Wimpern umgeben waren, waren grün und eine lange, gerade Nase führte Richtung Mund. Mh… ein sehr sexy, schmaler Mund. 


BELLA! Augen nach oben, rief ich mir zu. Als ich ihm wieder in die Augen schaute, lächelte er und ich fing schon wieder an, von ihm zu schwärmen. >>Mein Spind<< er zeigte unter meinen.


>>Schön<< sagte ich nur und zuckte mit den Schulter, woraufhin sich seine Stirn kräuselte. >>Ich find’s nervend, mich immer runter zu bücken. Wollen wir vielleicht Spinde tauschen?<< dabei starrte er mir tief in die Augen, sodass ich mir ertappt vorkam, wobei ich nichts getan hatte… zumindest nichts sooo schlimmes. 


>>Auf keinen Fall<< lachte ich los, als ich den Sinn seiner Worte begriff und schüttelte lachend den Kopf. Ich hatte echt einen Glückstreffer mit meinem Spind. Die vorigen Jahre musste ich nämlich immer unten rumkriechen.


Er runzelte wieder die Stirn und wartete. Worauf wartete dieser mega sexy Typ vor mir?


Ich seufzte nach einigen Sekunden Stille und schaute ihn fragend an. Er schüttelte verwirrt den Kopf und wand sich an Alice, die stumm hinter mir stand. >>Hast du was dagegen, mit mir Spinde zu tauschen?<< fragte er sie und gaffte sie an, wie er mich angestarrt hatte. 


>>Nein, kein Problem<< lächelte Alice. Woah, ich kannte dieses Lächeln. Ihr dirty-flirty-Lächeln…aha.


Im selben Moment schlug ich mir gegen die Stirn, als ich raffte, was sie da eingewilligt hatte. Ein Blick zu dem Fremden, zeigte mir ein selbstgefälliges Grinsen, was mich noch rasender machte. 


Das konnte unmöglich ihr ernst sein…ja, ich benahm mich kindisch, aber musste sie sich diesem Typen unterwerfen? Jetzt fühlte er sich bestimmt ganz toll, weil er sie mit seinem…Charme manipulierte. Pff!


Wütend schüttelte ich den Kopf, schlug meinen Spind zu und marschierte Richtung Sporthalle.


ARGG! ALICE!




***




In der Mädchenkabine wurde das Geheimnis um den Schönling as. Rotschopf dann gelöst: Er war ein neuer Schüler und ratet, neben wem er die ersten zwei Kurse gesessen hatte: TANJA!


Würde er jetzt Andrew von der Spitze der Machos stoßen? 


>>Er ist so heiß<< kam es von jeder Ecke und innerlich stimmte ich ihnen zu, aber ich sollte verdammt sein, wenn ich dem laut zustimmen sollte.


Es wurden wilde Vermutungen gestellt und Angela meinte, er wäre Single, aber ich konnte nicht fassen, dass sie ihren Eric bei ihren Schwärmereien vergaß. Sie hatte Rotz und Salzwasser ausgeheult, als er ein Date abgesagt hatte und hatte mir versichert, er wäre die Liebe ihres Lebens. So war das eben: Nichts war auf der High-School von Dauer. Nur die Narben, die man kriegt, wenn man sich die Pickel aufkratzt…jap.


Also ignorierte ich die Hühner, die aufgeregt tuschelten und zog mir mein ärmelloses grünes Basketball-Shirt an und die passende Hose dazu. Ja, ich hatte mal Basketball gespielt…


Dann band ich mir die dunklen Haare zu einem unordentlichen Zopf zusammen, der ziemlich weit oben an meinem Kopf rumbaumelte. Laut ausatmend, ging ich die Treppen runter und betrat die Sporthalle, in der die Jungs schon Fußball spielten und nur darauf warteten, dass die Mädchen runterkamen und sie anschwärmten. 
Sie waren so kindisch und oberflächlich. 


>>Hey, Bella, willst du Jack ersetzen?<< fragte mich Mike Newton. Ach ja, Miky. Mike Newton, der mich seit der sechsten Klasse nach Dates fragte, die ich mit ‚Ich muss lernen‘, ‚Bin schon verabredet‘ oder sonst welchen Ausreden abtat.


>>Nicht wirklich, nein<< sagte ich bloß und wackelte mit dem Kopf.


>>Hast du Schiss?<< lachte Tyler Crowley.


>>Vor einer Horde hormonengesteuerter Drug-Queens?<< fragte ich keck und stemmte die Hände in die Hüften und ließ mich auf eine Bank plumpsen.


Dann wandten sie sich wieder dem Spiel zu und spielten weiter.



***




Als ich die Turnhalle verließ, vibrierte mein Handy und ich nahm es aus meiner Hosentasche.


Alice: Habe Spanisch mit dem Neuen. Sitze neben ihm. YEAHY!


Super! Alice war mein totales Gegenteil. Ich versuchte meine Gefühle zu verbergen, um nicht verletzt zu werden, aber Alice war total naiv auf eine positive und süße Weise und ich verspürte den Drang, sie zu beschützen, weil sie sich sehr schnell ausnutzen ließ. Sie offenbarte jedem ihre Gefühle und verliebte sich sehr schnell in Typen, die sie kaum kannte und die nicht gut für sie waren.